Corinne Brecher

Budget erstellen und endlich durchatmen: Weniger Stress, mehr Kontrolle

Finanzen im Griff: Warum dein Budget eine Superkraft ist

«Sag deinem Geld, wohin es gehen soll, anstatt dich zu wundern, wohin es gegangen ist.»

Ich mag diesen Satz sehr! Er zeigt so einfach und verständlich auf, warum ein Budget und finanzielle Ziele so wichtig sind. Kontrolle, anstatt später panisch Brände löschen.

Du hast noch kein Haushaltsbudget? Dann ist es höchste Zeit, lass uns dein Budget erstellen.

Weil seien wir ehrlich, wir alle sind schon erschrocken, als wir die Kreditkartenabrechnung erhalten haben. Oh, da waren ja mehr Schuhe als gedacht dabei und dann noch die Restaurantbesuche, der Wochenendtrip nach Prag….

Oder wenn ein Tag nach der Buchung der eigentlich zu teuren Ferien (weil hei, frau gönnt sich ja sonst nichts!) die Rechnung für die Hausratsversicherung gleichzeitig mit der letzten Arztrechnung reinflattert. Ooops. Verkalkuliert.

Egal ob du studierst, frischgebackene Mama bist oder Vollzeit arbeitest. Wenn du dank eines Budget weisst, wo dein Geld hingehen soll, hast du die Kontrolle und das ist eine echte Superkraft!

Warum ein Haushaltsbudget so wichtig ist

Ein Haushaltsbudget gibt dir Überblick, Struktur und Sicherheit. Und all das gibt dir wiederum Selbstvertrauen. Denn, du weisst, was du wirklich ausgibst, wo du sparen kannst und somit, wie du finanzielle Ziele erreichst:

  • Du bekommst Klarheit:
    Du siehst schwarz auf weiss, woher dein Geld kommt – und wohin es verschwindet.
  • Du setzt Prioritäten:
    Ob für Schuldenabbau, Aufbau eines Notgroschens oder für deine Traumreise – das Budget hilft dir, strukturiert und effektiv zu sparen.
  • Du reduzierst Geldstress:
    Keine bösen Überraschungen vor Monatsende mehr, denn Rückstellungen sind eingeplant und du weisst, was du dir leisten kannst und was du noch etwas aufschieben musst.
  • Du schaffst Sicherheit:
    Mit einem soliden Polster bist du entspannter, selbst wenn mal was Unerwartetes passiert (#Notgroschen).

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So planst du dein Budget

Budgetplanung muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist nicht, dass du alles perfekt machst. Wichtig ist, dass du anfängst und dein Budget realistisch zu deinem Alltag passt.

Hier ein Vorgehen, dass sich in der Praxis bewährt hat und zugleich nicht überfordert:

Schritt 1 – Erfasse deine Einnahmen

Schreibe auf, wie viel du netto pro Monat verdienst – also der Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto landet. Denke auch an allfällige Nebenjobs, Kinderzulagen oder andere Einnahmen.

Schritt 2 – Analysiere deine Ausgaben

Unterscheide zwischen Fixkosten (Miete, Versicherungen, Steuern, Serafe, Abos, Säule 3a) und variablen Ausgaben (Lebensmittel, Freizeit, Shopping).

Die Fixkosten bleiben jeden Monat gleich; quartals- oder jährliche fixe Ausgaben (z.B. Hausratsversicherung) kannst du einfach auf einen Monat herunterbrechen und diesen Betrag dann als Rückstellung aufführen.

Für die variablen Ausgaben kannst du z.B. über 3-4 Monate deine Ausgaben beobachten und dann einen Durchschnittswert davon monatlich einplanen.

Denke bei den Rückstellungen auch an Ausgaben, die erfahrungsgemäss immer mal wieder kommen. Du hast ein Auto? Rechne auch hier einen realistischen Betrag pro Monat in die Rückstellungen ein.

Schritt 3 – Passe dein Budget an und verfolge es

Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, es gibt tolle, kostenlose Excel-Vorlagen der Budgetberatung Schweiz (siehe Info-Box unten).

Schreibe dein Budget auf, beobachte deine Ausgaben regelmässig und passe deine Planung realistisch an. Hast du dein Mobile-Abo angepasst? Ist die Stromrechnung doch höher als erwartet ausgefallen?

Schritt 4 – Was bleibt übrig?

Wenn du alles eingeplant und für ein paar Wochen beobachtet hast kommt die entscheidende Frage: Bleibt am Monatsende etwas übrig? Perfekt, dann ist das dein Geld zum Sparen oder – wenn dein Notgroschen bereits solide aufgestellt ist – sogar zum Investieren.

Wenn nichts übrigbleibt und du keine Aussicht auf mehr Einnahmen hast (z.B. durch erneute Lohnverhandlungen – mehr dazu findest du in diesem Blogbeitrag)Prüfe deine Ausgaben und sei ganz ehrlich mit dir selbst!

Gibst du irgendwo unnötigerweise zu viel Geld aus? Shopping, Streaming-Abos oder überteuerte Versicherungen? Nimm alles unter die Lupe und finde so dein Sparpotenzial.

Und jetzt stell dir vor, die nächste Rechnung für die Autoreparatur liegt im Briefkasten und du bleibst ganz entspannt, weil der Betrag bereits unter «Rückstellungen» eingerechnet hast. Boom!

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Dein Budget erstellen: Die unsichtbare und unterschätzte Superkraft

Und wie wir aus Action-Filmen wissen, sind Superkräfte oft unsichtbar und sie werden masslos unterschätzt. Ein Budget zu erstellen klingt langweilig und trocken, aber es verändert dein Finanzleben fundamental. Es gibt dir Klarheit, Selbstbewusstsein und Kontrolle.

Du musst nicht alles auf einmal lösen. Aber du solltest wissen, wohin dein Geld geht und was du dir leisten kannst, ohne später in Stress zu geraten.

Also: Schnapp dir Stift & Papier oder deinen Laptop und übernimm die Regie über dein Geld. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit.

📌 FAQ – Häufige Fragen zum Thema Budgetplanung

Ein Haushaltsbudget ist dein persönlicher Finanzfahrplan. Es zeigt dir, wie viel Geld reinkommt, wofür du es ausgibst – und wie viel du für dich zurücklegen kannst. Es ist der erste Schritt zu mehr Selbstbestimmung über dein Geld.

Starte einfach: Nimm Stift und Papier oder eine App zur Hand. Notiere deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben.

Übrigens, ein bewährter Richtwert ist auch die 50-30-20-Regel: 50 % für Fixkosten, 30 % für Wünsche, 20 % zum Sparen. Beispiel: Bei 3’000 CHF netto wären das 1’500 CHF für Miete & Co., 900 CHF für Freizeit & Konsum, 600 CHF fürs Sparen.

Die 50-30-20-Regel stammt von der US-amerikanischen Juristin und Politikerin Elizabeth Warren – sie hat diese 2005 im Buch «All Your Worth: The Ultimate Lifetime Money Plan» vorgestellt und sie soll helfen, das vermeintlich komplizierte budgetieren zu vereinfachen.

Das ist genau der Moment, in dem Budgetplanung am meisten hilft. Selbst 10 CHF pro Woche sind ein Anfang. Selbst kleine Beträge können ein Anfang sein, wenn sie regelmässig eingeplant werden. Oder: Auch Kleinvieh macht Mist! 😉

Ja, gerade dann. Ein Budget hilft dir, bewusster zu entscheiden, unnötige Ausgaben zu erkennen und deine finanzielle Situation besser zu steuern. Es schafft Überblick und reduziert Stress.

Bild von Corinne Brecher - Finanziell stark als Frau

Corinne Brecher - Finanziell stark als Frau

Corinne Brecher hilft Frauen ihr finanzielles Potential zu erkennen, auszubauen und zu leben. Dazu gehört das Aufzeigen von Wegen und Lösungen, wie Geld an der Börse arbeitet, wie Vorsorgelücken optimiert und geschlossen werden und was es wirklich braucht, um finanziell unabhängig zu werden, zu sein und zu bleiben.

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